Trust.You.Not

Die Lüge, die sie Liebe nannten.



Im Moment beschäftigt mich etwas ganz besonders. Was heißt es beschäftigt mich? Es macht mich kaputt. Irgendwie.

Wenn du ein kleines Kind bist, wird dir beigebracht, was Liebe ist. Es heißt, die sei für immer. Ewig. Mit dieser Idee wächst du auf. Die Idee wächst in dir und sie gibt dir Hoffnung, ein sehr wichtiges Gefühl.

Irgendwann in deinem Leben kommst du aber höchstwahrscheinlich zwangsläufig an einen Punkt, an dem dir schlagartig bewusst wird, dass Liebe niemals ewig ist. Dass es menschlich ist, dass Liebe vergeht. Dass es nicht in der menschlichen Natur liegt, das ganze Leben lang nur die eine Person zu lieben. Und in dem Moment wird dir auch bewusst, dass sie dich angelogen haben. Dieses wunderschöne Märchen, von dem du geglaubt hast, es sei eine Tatsache. Es ist nichts als eine Lüge. Vielleicht die größte Lüge deines kleinen, unbedeutenden Lebens.

 

Nun gibt es verschiedene Arten von Menschen und somit auch verschiedene Arten, mit dieser Lüge umzugehen.

  Es gibt Menschen, die lernen, ihr Denken an die grausame Realität anzupassen. Sie sehen ein, dass sie mit einem Menschen nur eine begrenzte Zeit lang glücklich sein können. Und so versuchen sie stets, sich nicht zu fest zu binden, aber doch gerade so fest, dass es ihnen möglich ist, glücklich zu sein. Für eine Weile.

  Dann gibt es noch die Ungläubigen. Oder auch die Naiven. Sie begreifen es nicht. Sie stolpern von einer Enttäuschung in die nächste, ohne die Wahrheit zu realisieren. Mit jeder neuen Beziehung beginnen sie von Neuem, an die ewige, die wahre Liebe, zu glauben. Und jedes Mal wieder fallen sie tief. Und lernen nicht daraus.

  Die dritte Sorte Mensch hat sich längst damit abgefunden, dass die wahre Liebe nicht existiert und versucht erst garnicht mehr, überhaupt noch zu lieben. Diese Menschen hangeln sich von einer Fickbeziehung zur nächsten und denken wahrscheinlich für eine Weile, dass das alles ist, was sie brauchen. Irgendwann werden sie aufhören müssen, ihrer Natur zuwider zu handeln.

  Die letzte Sorte nun ist intelligent genug, um zu verstehen. Ihr Verstand sagt ihnen, dass die ewige, wahre Liebe nur eine Lüge ist. Das ist eine Tatsache. Sie versuchen nicht mehr, sich einzureden, dass die Liebe, von der sie immer geträumt haben, doch existiert. Ihr Verstand sagt ihnen klar, wie die Dinge liegen und auch, dass sich daran nichts rütteln lässt. Jedoch haben sie ein Problem: Ihr Herz. Denn so vernünftig ihr Verstand auch analysiert und begreift, ihr Herz schreit laut: NEEEIIINN!! Ihr Herz ist es, das nicht akzeptieren kann. Ihr Herz ist gebrochen für alle Zeiten, denn es lässt sich nicht mehr mit dem Verstand vereinen. Das Herz will lieben und geliebt werden bis in alle Ewigkeit und es weigert sich, sich damit abzufinden, dass der Verstand eine Lebenslüge aufgedeckt hat.

Wenn Herz und Verstand Feinde werden und keiner der beiden je nachgeben kann, dann ist man als Mensch wahrscheinlich verloren.

 

 

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Anmerkung: Die wahre Liebe, deren Existenz ich geleugnet habe, mag wohl in einigen wenigen Fällen existieren, das kann und möchte ich nicht ausschließen. Aber falls sie das wirklich tut, ist sie extrem selten. Ich kann nicht mehr an diesen Mythos glauben.

25.6.11 23:48


Get a grip on yourself.



Ich stehe auf und blicke nicht mehr zurück. Vor meinen Augen befindet sich eine Weggabelung. Einige breite Straßen zweigen in verschiedene Richtungen ab, sowie ein paar schmale Trampelpfade.

Ich kann mich für einen davon entscheiden, einen dieser vielen Wege. Manche sind steinig und steil, manche gehen bergab, andere sind gerade und ohne Widerstände, aber dafür langweilig und ohne eine schöne Aussicht. Ich bin mir immernoch unsicher. Ich kann mich nicht für einen von ihnen entscheiden. Doch ich weiß, sie alle führen mich letztenendlich wieder zu einer neuen Kreuzung, zu einer neuen Entscheidung. Im Prinzip ist es völlig egal, für welchen Weg ich mich entscheide. Denn es gibt kein Richtig und auch kein Falsch. Es gibt nur ein Geradeaus. Es gibt nur ein Weitergehen.

Also gehe ich weiter. Endlich.

21.6.11 16:11


I wanted everything to stay the same, but feelings fade and people change.



All diese blöden Sätze. All dieser emotionale Kack. All diese Menschlichkeit. Manchmal kotzt mich das alles an. Einfach einen Schalter umlegen und zur Abwechslung nicht mehr fühlen - warum geht das nicht? Ab und zu wäre das so praktisch.

Kein Schmerz mehr, keine verletzten Gefühle, kein Bedauern, kein Trauern, kein Grübeln, kein Schreien, kein Weinen, kein Ich-will-sterben-Gefühl, einfach nichts mehr.

Aber Nichts ist Leere. Und Nichts bedeutet auch, kein Lachen, keine Freude, kein Kribbeln im Bauch, kein Gefühl absoluter Freiheit, keine Pläne, kein Leben mehr.

Also darum. Darum gibts diesen Schalter im menschlichen Körper/Geist nicht. Weil Leben eben bedeutet, das all dieser verfickte Schmerz und alles Hoffen und Bangen genauso sehr dazu gehört wie die Freude und die Liebe.

Man muss abwägen, was einem wichtiger ist. Ist es das Selbstmitleid, das Sich-im-Schlamm-der-Verzweiflung-Suhlen? Ist es das wirklich wert? Sein Leben auf so undankbare Weise zu verschwenden, während es so viele Dinge gibt, die man noch erleben kann? Wenn man sich dafür entscheidet, das Leben lieber zu genießen und stets das Positive in den Dingen zu sehen, muss man damit rechnen, dass sie einen ab und zu einholt, die Wahrheit. Aber man würde lernen, mit ihr umzugehen. Wahrscheinlich.

Ich hasse Selbstmitleid und deshalb versuche ich immer, die Tränen herunterzuschlucken und dem Elend ins Gesicht zu lächeln. Und manchmal klappt es ganz gut. Ich versuche, mich nicht von dem Gefühlschaos in mir drin auffressen zu lassen. Aber ich mache einen großen Fehler dabei: Ich verdränge. Und das rächt sich stets früher oder später. Alles, was man ständig beiseite schiebt, kommt irgendwann wie eine große Welle über einen hereingerauscht. Ein scheinbar endloser Strom von Negativem. Das ist der Moment, in dem deine Welt zerbricht. Es ist das tiefe Loch, in das du fällst. Mit ein bisschen Glück findest du jedoch eines Tages wieder den Weg zurück an die Oberfläche. Und dort wartest du auf den nächsten Sturm.

Das Leben ist ein endloses Warten. Weil wir armseligen Menschen immer denken, wenn wir nur lange genug warten würden, würde sich alles zum Besseren wenden. Fakt ist aber, wenn sich etwas ändern soll, so müssen wir stets selbst dafür sorgen. Denn das Leben sorgt nicht dafür. Es schaut nur zu.

Nehmt euer Leben selbst in die Hand, wenn ihr wollt, dass es sich zum Guten wendet! (Verzeihung, ich bin abgeschweift....)

 

 

-

 

3.5.11 00:31


I tried to take control, but no control was capable.



Mein Rücken hat sich wieder verschlimmert. Morgen muss ich deshalb zur Krankengymnastik. Ich hoffe, das hilft. Denn diese ständigen Schmerzen treiben mich so langsam in den Wahnsinn. Sie machen mich aggressiv. Agressiv und antriebslos.

Als ob ich nicht vorher schon antriebslos genug gewesen wäre...

 

 

Die Phasen wechseln schnell. Heute hatte ich ein kleines Hoch. Weiß auch nicht, warum. Aber es hat sich gut angefühlt. Sonntag wollte ich sterben. So wie jeden Sonntag.

Sonntage ziehen mich runter. Extrem. Ich hab mich gefragt, warum. Ich glaube, es ist, weil der Montag so schnell näher rückt und man sich gezwungen sieht, all die Aufgaben, die man das ganze Wochenende vor sich hergeschoben hat, zu erledigen. Außerdem bin ich sonntags immer alleine.

Ich bin aber selber schuld und sollte nicht rumheulen wie ne Memme.

Ich hab Wochenende. Morgen frei, Samstag auch. Das ist gut. Zumindest für den Moment.

Der Anfang vom Wochenende ist wie eine Erlösung. Komisch. Während das Ende vom Wochenende der Apocalypse gleicht. Meiner persönlichen Apocalypse.

Ich werd gleich schlafen gehen, denn mein Rücken schmerzt mittlerweile sehr. Langes Sitzen ist Gift. Ich hasse das.

 

18.3.11 00:41


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